Im Grunde genommen sind wir Männer Idioten. Einfach struckturiert, hochgradig anfällig für Manipulation. Hat so ein bisschen was von einem aportierfreudigen Hund, der herum hechelt bis Frauchen mal das Stöckchen wirft.
Der Beweis das wir sie nicht alle an der Waffel haben sind die Auflagezahlen solcher Zeitungen wie Men´s Health, GQ, FHM, Maxims und Matador. Für jede Zielgrube ist was dabei. Das fängt mit der lower middle class Men´s Health an, geht über die middle class bis hin zur upper middle class GQ. Und wer sich für richtig gut hält, der greift mal zum Playboy... wegen der guten Artikel und Interviews. Die Bad Boys der Playboyleser greifen zum Penthouse. Ich persönlich fand eine zeitland die amerikanische Ausgabe des Hustler ganz nett. Aber... andere Geschichte.
Diese Zeitungen sind einfach aufgebaut und sehen irgendwie... ich kann mir nicht helfen... jeden Monat gleich aus. Viele Seiten mit Frauen, leicht bekleidet wo in dem danebengedruckten Steckbrief steht, wie lasziv sie wären, sie endlich mal "einen richtigen Kerl" haben wollen und den ganzen lieben langen Tag nichts anderes tun als nackt und rattig durch die Gegend zu laufen.
Dazwischen Katalogbilder aus dieversen Technik-Magazin gleich mit Bezugsquelle und.. und.. und...
Hallo!?!?! Das ist wie Werbung im Briefkasten, nur dass ich dann dafür noch 4 EUR zahlen soll.
Interviews mit uninteressanten Personen, Geschichten die einen nicht wirklich einen Mehrwert bieten wie zum Beispiel "Wie schaffe ich den Einstellungstest bei Blackwater?" und seitenweise Tips und Tricks wie man(n) sich am besten an Frauen ranmacht und die geilsten, heissesten Porno-Schnitten in die Kiste bekommt.
Wenn das klappen würde, dann würde ich die ganze Zeit herum huren, hätte zum Lesen der Zeitung eh keine Zeit mehr und würde bei der Allianz eine Zusatzversicherung gegen Geschlechtskrankheiten abschließen.
Dazu überlebenswichtige Tips fürs Leben, zu den typischen männlichen Existenz-Problemen "Warum will sie nicht schlucken?" (-> MiM sagt:"Einfach Nase zuhalten!"), "Sie will keinen Sex zu dritt haben" und immer wieder ein Highlight "Ist die Nudel zu kurz?".
Wooow.... was würde ich machen, wenn ich diese Ratgeber nicht hätte?
Gute Frage? Ich weiß es nicht... ich habe mir vor Jahren abgewöhnt solche Zeitungen zu kaufen, weil ich feststellte, dass ich sie nur einmal in 3 Minuten durchblätterte und dann sofort entsorgt habe.
Was mir einmal wirklich den Angstschweiß auf die Stirn trieb, war die Frage einer Frau die nachhakte, ob wir Jungs wirklich so denken würden, wie das was dort stehe? Ich hatte den Eindruck sie mir die Verneinung nicht so recht abgenommen hat.
Abgesehen davon bereiten einen diese Zeitschriften eh nichts auf echte Leben vor.
Das musste ich spätesten dann erfahren als ich mit einer Dame ein Verhältnis hatte, die wenn man sie auf dem Tisch gevögelt hatte, das Urinieren anfing, noch liegend auf dem Tisch oder im Stehen auf den Teppich. Der Dude hätte seine Freude gehabt. Ich persönlich schaute beim ersten mal etwas verdutzt aus der Wäsche und musste mir ein freundliches: "Sei nicht so spießig" anhören. Seit diesem Tag habe ich ein unheimliche hohe Flexibiltät und geistige Toleranz gegenüber sexuellen Praktiken entwickelt.
Darauf hatte mich niemand vorbereitet. Und schon gar nicht ein FHM-Männer-Berater. Wäre ja mal eine witzige FHM oder Men´s Health Beilage ... "Diesen Monat die Extrabeilage -Halb so viel Fett und doppelt so viele Muskeln mit 1 Minute Training am Tag und als Spezial der große Men´s Health Natursekt-Ratgeber". Würde sich bestimmt verkaufen wie warme Semmeln.
Denn das was auf einen zu kommt, lernt man nicht in solche Zeitungen. Über all diese Geschichten lesen ist wie die Annahme, man könne Kochen nur durch das Angucken von Rezepten lernen. Erfahrungen bekommt man als Frontschwein, draußen, dort wo es hart auf hart im Kampf der Geschlechter zu geht. Dann wenn Du Dich für das große Eichenlaub Abzeichen angemeldet hast, mit der Perle im Nahkampf bist und erstaunt Sätze von Dir gibst: "Huch... und DAS geht auch?"
Spart Euch die Kohle und die Zeit diese Zeitungen zu lesen. Geht raus.... learning by doing!
Donnerstag, April 24, 2008
Männer sind Idioten
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5 Kommentare:
Da endlich mal ein Wort. das gleich gilt fuer Frauen und Frauenzeitschriften. reine Geldverschwendung. aber zum Trost lieber MIM: so doof sind Maenner gar nicht, denn - Deutschlands beste Sekretaerin ist ein Mann. Der 32-jährige Marc-Oliver Schlichtmann schlug beim Finale des Wettbewerbs "Deutschlands beste Sekretärin" die weibliche Konkurrenz.
In Zeitschriften wird einem nicht die Welt erklärt? Verdammt. Wieder eine Illusion zerstört.
Dennoch gut zu wissen, dass nicht nur Frauen für diese Art der Manipulation anfällig sind. Unheimlich sind mir eher diejenigen – egal ob Männlein oder Weiblein - die den Inhalt der Blättchen für bare Münze nehmen und darin nicht nur einen netten Zeitvertreib sehen.
Naja, dass der Inhalt derartiger Zeitungen fragwürdig ist, erklärt sich denke ich von selbst. Zumindest jenen, die halbwegs in der Lage sind, ihren Kopf zu mehr als nur zum Essen zu benutzen.
Ansonsten findet sich zu jedem Topf ein Deckel, nur sollte das Klientel derartiger Zeitschriften sich nicht wundern, wenn die auswendig gelernten Anmachsprüche und Rumgeklopfe auf der Brust bei dem Objekt der Begierde nicht funktionieren.
Aber naja, da gäbe es wohl noch unzählige andere Bereiche, wo man derartige Fehlannahmen aufzeigen könnte, dass es mehr als nur weh tut...
Tsja, öfter mal Cosmopolitan lesen. Die Créme-Tipps von dort funktionieren ja auch. Und die Mädels fahren nicht nur Kleinwagen im Autotest …
Zitat:
[Was mir einmal wirklich den Angstschweiß auf die Stirn trieb, war die Frage einer Frau die nachhakte, ob wir Jungs wirklich so denken würden, wie das was dort stehe? Ich hatte den Eindruck sie mir die Verneinung nicht so recht abgenommen hat.]
Ja leider ist dies im Wesentlichen tatsächlich so, ich kann es selbst auch nicht leugnen.
Ich glaube auch, dass es schlichtweg unehrlich wäre etwas anderes behaupten zu wollen.
Man muss zwar schmunzeln, wenn man es oben etwas dicker zusammengefasst nachgelesen hat...aber was stimmt, dass stimmt.
Andererseits hätte ich ohne den Playboy wohl so schnell nichts von Ephraim Kishon oder Charles Bukowski gelesen, insofern ist es auch ein Stück weit Allgemeinbildung, das dort vermittelt wird.
Alles hat mehrere Ansätze und sollte nicht nur auf Vordergründiges reduziert werden.
Wenn also neben Texten zu der "besten Frau von Allen", ein paar nette, wohlgeformte Glocken zu sehen sind, habe ich absolut nichts dagegen.
Beste Grüße,
Felix
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