Samstag, Februar 02, 2008

Selbsttötung

Da hat sich MiM jetzt mal wieder die Finger verbrannt. Finger verbrannt, na ja, eigentlich nicht wirklich.

Geben mit mal die Kurzform wieder, was ich sicher falsch, vollkommen subjektiv und unzureichend tun werde. Aber ich denke, dass ich damit leben kann.

Weibliches Opfer eines innerfamilierän sexuellen Missbrauchs geht einen Versuch der Selbsttötung. Die Eltern haben die Vertrauens- und Schutzfunktion nicht ausgefüllt, mit der Folge dass das Opfer vor Vollendung der Volljährigkeit zu Hause abhaut.

Irgendwann landet besagte Dame auf Strich. Dort sucht sie der Täter auf, sucht das Gespräch, scheinbar versucht er durch Gespräche und finanzielle Zuwendung sein eigenes Schuldgefühl zu befriedigen. Opfer willigt einem Treffen ein.

Kurz darauf wird Opfer gefunden. Selbstmordversuch durch Schlaftabletten. Sie wird gefunden. Überlebt und wird ins Krankenhaus eingeliefert.

Soweit so gut. Ich für meinen Teil konnte mal wieder nicht die Fresse halten und musste meinen Senf dazu geben und ließ mich zu einem Kommentar hinreißen.

Ich machte die Aussage, dass ich Selbstmord für eine der erbärmlichsten Formen finde um sich einer Problemlösung zu entziehen. Zudem vertrat ich die Ansicht, es würde von einem labilen Charakter zeugen.

Es kam wie es kommen musste, es flog mir natürlich ordentlich um die Ohren. Das Übliche. Ich vertrete extreme Meinungen. Suche nach Aufmerksamkeit und wurde mit einem Schwall von Entrüstungsrethorik von ein paar Kommentatoren überzogen.

Aus meiner Wahrnehmung nichts weiter als Bla Bla Bla, weil die weder die Aussage versucht wurde zu wiederlegen, bis auf den Hinweis, dass ich den Leidensdruck des Opfers mit Sicherheit nicht nachvollziehen könne.

Sicher kann ich auch nicht. Individuelles Leid ist nicht 1:1 nach empfindbar. Dazu müsste man ja das gleiche fühlen was die Person gefühlt hat.

Aber darum geht es jetzt auch nicht.

Ich beschäftige mich mit der Frage, ob ein jemand der über seinen eigenen Tod entscheidet über eine labile Persönlichkeit verfügt oder nicht.

Ich denke, dass man für die Frage unterschiedliche Betrachtungsweisen heranziehen kann. Psychologisch, theologisch und vielleicht sogar medizinisch.

Unter medizinisch würde ich verstehen, ein todkranker Mensch entscheidet sich frei aus dem Leben zu scheiden um Schmerzen und das eigene Leiden, welches selbst unter medizinischen Gesichtspunkten grausam wäre, abzukürzen. Aber dazu gehört der Fall nicht.

Theologischer Ansatz. Mensch scheidet aus dem Leben aus religiösen Gründen. Fundamentalismus. So etwas wie in der Art, schnapp Dir ein Flugzeug und fliege amerikanische Hochhäuser zu klump. Aber Schlaftabletten haben damit auch nichts zu tun.

Ich persönlich entscheide mich für den Psychologischen Ansatz. Ich habe zwar von Psychologie so gut wie keine Ahnung, aber das hindert mich nicht, mich mit dem Thema auseinander zu setzen.

Missbrauch, Vergewaltigung und dergleichen tauchen in der Gesellschaft immer wieder auf. Und sicher ist die Dunkelziffer bei dieser Form der Gewalt, die einem Menschen angetan wird, recht hoch.

Nun gibt es Menschen die führen nach solchen Geschehnissen ihr Leben weiter. Woraus ich schließe dass dieses nicht zwangsläufig zu einem Suizid führen muss. Womit sich die Frage stellt, warum gibt es Menschen, bei denen ein solches Erlebnis nicht im Freitod endet.

Ich kann mir vorstellen, es gibt Menschen die sind von der psychischen Konstitution stabiler sind als andere. Rechts hätten wir die stabilen Persönlichkeiten und Links die weniger stabilen, die labilen Personen. Dazwischen gibt es feine Abstufungen.

Ich sage, eine stabile Personlichkeit entwickelt Strategien, nutzt Methoden, unter anderem auch Hilfe, um diese Traumas zu überwinden.

Ich sage weiterhin, das eine Person die weniger stabil ist, also labil, diese Methoden und Strategien nicht nutzt, weil sie die Möglichkeiten die sie hätte, nicht erkennt. Daraus würde ich schließen, dass eine labile Persönlichkeit eher zu einer Selbsttötung neigt.

Auch denke ich, dass die Zustände dynamisch sind. Ein stabile Persönlichkeit kann labil werden, so wie eine labile Persönlichkeit stabil werden kann.

Ergo: es gibt eine direkte Korrellation zwischen dem Zustand der Person und der Selbsttötung.

Man kann mir also vorwerfen, dass ich in der Aussage nicht sonderlich feinfühlig gewesen bin. Das ist okay, weil das muss ich auch nicht sein. Aber meine Aussage vom Sachverhalt nicht falsch ist.

12 Kommentare:

Robby hat gesagt…

Stichwort "Resilienz" - love it.

Was das Thema an sich angeht: Selbstmord ist nicht nur als Flucht zu sehen - gut, vielleicht schon. Ich für meinen Teil sehe es mitunter als eine der wenigen (idealistischen) Optionen in dieser verkorksen Welt zurechtzukommen.
Thema für sich, teilweise drüber gebloggt, keine Lust das in'nem Kommentar aufzulutschen.

Sein eigenes Leben zu beenden ist, je nach Motivlage nachvollziehbar, mutig - und gewissermaßen bewundernswert.

walfisch hat gesagt…

Hey Mim,

deine sachliche Darlegung, dass ein Mensch der Selbstmord begeht einen labilen Character besitzt, kann ich voll und ganz nachvollziehen. Denn wer mit beiden Füßen im Leben steht und das Selbstvertrauen hat, dass er auch schwierige Probleme lösen kann wird sicher nicht Selbstmord begehen, bzw. eben keinen "Psychologischen Selbstmord".
Aber ich frage mich, ob nicht den meisten Lesern klar war, dass diese Person in dieser Situation einen labilen Character hatte, im Sinne von nicht in der Lage zu sein ihre eigenen Probleme zu lösen.
Was also willst du uns sagen, indem du dies noch einmal betonst? Doch nicht nur den Zusammenhang von psychischen Problemen und dem Selbstmord.
Was du uns sagen willst ist doch eher: Diese Person könnte wenn sie nur wollen würde oder wenn sie eben eine starke Person ist mit ihren Problemen umgehen. Sie könnte egal wie schlimm die Probleme sind anfangen daran zu arbeiten und eben nicht "feige" den Weg des Selbstmordes wählen.
Vielleicht bist du dieser Ansicht, weil du in deiner Jugend selbst viele Probleme/Konflikte alleine lösen musstest und auch dich deine "Erzeuger" nicht unterstützt haben. Und trotz diesen schwierigen Bedingungen hast du es geschafft da raus zu kommen. Hast das Selbstbewusstsein entwickelt, das du brauchst um deine Probleme angehen zu können. Und nun gehst du davon aus, dass jeder Mensch sein Schicksal selbst in der Hand hat und mit genug Arbeit/Einsatz aus der tiefsten Scheiße wieder heraus kann.
Prinzipiell gebe ich dir auch hier recht. Ich selbst bin der Meinung, dass man viele Situationen verändern kann und Selbstmord wirklich ein Aufgeben ist. Auch ich finde es unheimlich Schade und auch falsch einer schwierigen Situation durch Selbstmord zu entkommen, wo es sicher auch andere Wege geben würde, die sicher sehr schwierig sind, aber die man gehen kann.
Aber was hilft uns diese Erkenntnis bei der Beurteilung einer Situation, in der sich eine Person zum Selbstmord entschlossen hat?
Wir können jetzt sagen, dass diese Person schwach ist, weil sie keinen anderen Ausweg als den Selbstmord gesehen hat. Und betonen damit, dass sie selbst für ihr Leben verantwortlich ist und auch selbst Schuld ist wenn sie in diesem Moment kein Vertrauen in ihre Zukunft hat. Denn sie hätte ja auch die schweren Wege sehen/gehen können.
Das scheint mir deine Position zu sein. Und mit dieser Aussage sagst du implizit, dass du selbst in dieser Situation anders handeln würdest und den schweren Weg gehen würdest.
Vielleicht ist das wirklich so und du hättest die Kraft/Selbstvertrauen. Aber warum musst du das betonen. Ist es in dieser Situation so wichtig zu zeigen, dass du es schaffen würdest.
Was ich wichtig finde ist dieser Person aus unserer Position der momentanen Stärke heraus zu helfen. Und dazu gehört meiner Meinung nach zu aller erst zu versuchen nachzuvollziehen wie sie sich fühlt. Zu akzeptieren, dass jeder Mensch einmal in eine Situation kommen kann in der er selbst keinen Ausweg mehr sehen kann. Und dann den für uns sichtbaren, aber eben für diese Person unsichtbaren Weg aufzuzeigen.
Und genau das funktioniert nicht, indem du sagst. "Hey du Dumpfbacke schau hin, da ist der Weg. Warum gehst du ihn nicht?"
Das funktioniert nur indem du versuchst dich in eine Situation/Person zu versetzten die weder du noch ich uns vorstellen können und versuchst aus dieser Perspektive den Weg zu finden.
Dann könntest du dieser Person vielleicht etwas helfen.

latita hat gesagt…

Weißt du Mim, dieses Mädchen war gerade mal in der Pupertät, als das passierte (wenn ich mich recht erinnere). Wie will ein solchen Mädchen schon gefestigt sein? Eigene Stärke entwickelt haben? Wenn nicht mal die Eltern Stärke zeigen?

Sicher ist der Freitod nicht der richtige Weg, aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie aus ihrem bisherigen Leben auszubrechen vermag? Ich glaube der Typ hat sie zerstört und so "vegetiert" sie dahin, bis es mal zuende geht. Sie bräuchte einen starken Arm

jab hat gesagt…

ich finde das thema schwierig. einfach zu sagen das ein selbstmord, auch ein versuchter, für eine gewisse labilität steht kann ich nicht leugnen, sonst würde es wohl kaum diese konsequenzen nach sich ziehen. auf der anderen seite bedarf es sicherlich auch einiger selbstreflektion und kraft sich einer solchen entscheidung anzunehmen und auszuführen. da diese gründe und entscheidungen aber oft so individuell und aufs sensibelste getroffen werden, würde ich mir nicht wagen mir ein urteil darüber zu bilden.

einen vorwurf kann man mim aber dennoch nicht machen.

Jule hat gesagt…

Walfisch hats auf den Punkt gebracht. Mehr muss man eigentlich nicht schreiben.

:-) Sandra hat gesagt…

1. Dein Header erscheint mir heute dunkler als sonst. Bist du momentan in einer depressiven Phase?

2. Stimme ich dir fast uneingeschränkt zu. Und deine fettgedruckte Frage zu beantworten: Im Prinzip denke ich schon, dass Menschen, die einen Freitod einer gezielten Problemlösungsstrategie vorziehen, labil, also wenig resilient sind. (Danke @wobb)

Allerdings würde ich hier nochmals zwei Typen unterscheiden:

Die einen, die nichts dem Zufall überlassen und sich tatsächlich selbst töten. Diese entziehen sich jeder Problemlösung und haben offensichtlich auch keine Perspektive mehr gesehen.

Und die anderen, die nur einen Selbstmordversuch unternehmen, aber insgeheim hoffen, dass dieser misslingt. Dies tun Menschen, die nicht in der Lage sind, sich aktiv Hilfe zur Problemlösung zu holen. In diesem Fall ist der Selbstmordversuch lediglich ein Hilfeschrei und eine extreme Form der Bitte, einen Problemlösungsweg zu eröffnen.

Ich hoffe, diese junge Frau stand dir nicht zu nahe.

sisou hat gesagt…

Jeder Mensch hat eine eigene Geschichte, die ihm zu dem gemacht hat, was er heute ist. Oder, um es mit einem indianischen Sprichwort zu sagen: "Urteile nicht über jemandem, wenn du nicht ein Stück des Weges in seinen Schuhen gegangen bist". (sinngemäß)

Ein Selbstmordversuch zeugt von einer labilen Persönlichkeit. Und weiter? Soll man sich hinstellen und sagen: "Du Versager, du kriegst dein Leben nicht in den Griff - nimm dir gleich einen Strick" und noch einmal ordentlich Salz in die Wunde geben?

Das kann man machen. Man kann es aber auch sehr gut sein lassen und jemandem, dem es nicht gut geht nicht noch weiter runterziehen. Bringt es dir etwas, eine Person klein zu machen? Fühlst du dich dann stärker?

sisou hat gesagt…

Ich reiche eine Korrektur nach. Ich tausche „ihm“ gegen „ihn“ und „jemandem“ gegen „jemanden“. Da hatte ich wohl einen grammatikalischen Totalausfall. *rotwerd* Kann schon mal passieren, wenn menschliche Gefühle so nüchtern analysiert werden, als hätte man ein paar Zahlen vor sich.

Man in Metropolis hat gesagt…

Ich habe mir die Kommentare einmal angesehen und bin unheimlich erstaunt was mir durch Interpretation von anderen in den Mund gelegt wird. Wirklich erstaunlich.

Da hätten wir Bringt es dir etwas, eine Person klein zu machen? Fühlst du dich dann stärker? und was der Teufel was nicht noch alles.

Ich für meinen Teil habe lediglich auf eine Korrelation zzwischen einem Zustand und der Handlung hingewiesen, oder meine Meinung dazu darstellen wollen.

Ich urteile nicht über die Person als ganzes. Wozu und warum auch? Ich kennde die Person nicht.

Ich sage es gibt einen Zusammenhang und habe meine Meinung dazu geäußert. Mehr nicht. Ob sich ein Mensch zum Suizid entscheidet oder nicht und den ggf. auch durchführt ist mir persönlich so ziemlich egal.

M. hat gesagt…

"Ergo: es gibt eine direkte Korrellation zwischen dem Zustand der Person und der Selbsttötung."

Welche eine Erkenntnis!! Dazu braucht es nun wirklich kein Diplom in der Psychologie.

Interessant ist auch Deine recht argumentationslose Darstellung.

Ich frage mich, was Du eigentlich aussagen möchtest? Auf die Interpretationen in den Kommentaren gehst Du lediglich damit ein, dass Du Dieses oder Jenes NICHT gesagt haben willst - was aber hast oder willst Du denn nun sagen? Dein lang vorbereitetes Fazit ist doch hoffentlich nicht alles?

Grüße,
M.

Thomas hat gesagt…

> Du schreibst fettgedruckt: Ich beschäftige mich mit der Frage, ob ein jemand der über seinen eigenen Tod entscheidet über eine labile Persönlichkeit verfügt oder nicht.

Ok, damit beschäftigst du dich also. Aber in dem ursprünglichen Posting von Streetgirl ging es nicht darum, was dich beschäftigt. Dein Kommentar dort ist wirklich unnötig und ärgerlich und zeigt höchstens, dass du keinerlei Ahnung hast, wie es einem Menschen geht, der eben keinen Ausweg mehr sieht. Du meinst vielleicht, eine Ahnung zu haben, weil es bei dir im Moment auch nicht so gut läuft, aber ich denke, dein Zustand ist immer noch mindestens eine ganze Dimension vom Zustand dieses mißbrauchten Mädchens entfernt. Lies die Kommentare hier aufmerksam und mal mit dem Standpunkt, dass darin vielleicht Erkenntnisse für dich stecken (die Kommentare meinen es sogar gut mit dir und sind sehr freundlich-zurückhaltend im Ton), vielleicht geht dir dann das Licht auf, warum dein Posting bei Streetgirl ein wenig daneben war.

Ich gebe zu, bei mir selbst würde ich mit so einem offensiven Kommentar wie meinem hier nicht viel erreichen...vielleicht verstehst du trotzdem was ich meine, sonst eben nicht.

Toxin hat gesagt…

Mhm. Schwieriges Thema, was unzählige Diskussionen aufwerfen kann und aufwirft, wie man leicht merkt.

Nur kurz eine Frage zu einem Beispiel an dich: 'Medizinischer Selbstmord' wäre doch, soweit ich dich verstanden habe, wenn sich jemand umbringt, weil die körperlichen Schmerzen zu stark sind, um sie auszuhalten bzw. weil sie das Leben dieser Person an sich einfach nur noch schmerzhaft und sozusagen lebensunwürdig machen. Aus dieser Variante kann man nicht entfliehen, weil die Krankheit oder was auch immer die körperlichen Schmerzen verursacht, nicht heilbar ist und damit das Leben definitiv (körperlich) schmerzhaft ist.
Nun wirft das aber für mich die Frage auf, ob es wirklich 'besser' oder akzeptabler ist, aus diesem Grund Freitod zu begehen, als wenn man dies aus 'psychologischen' Gründen tut.
Ich denke, für jeden Menschen gibt es mindestens eine Sache, die er einfach nicht aushalten kann und darum nach einer Möglichkeit sucht, sie doch irgendwie auszuhalten.
Aber inwiefern kann man es be- oder verurteilen, welche Person welche Möglichkeit aus welchem Grund wählt ?
Der 'medizinische Freitod' ist irgendwo auch ein Davonlaufen, nur eben aus physisch motivierten Gründen. Für viele Menschen sind physische Gründe wahrscheinlich greifbarer, da bestimmte Dinge nunmal körperliche Schmerzen verursachen und diese auch objektiv nachvollziehbar sind. Dennoch hat auch ein 'medizinische Freitod' etwas mit der Psyche zu tun, denn schließlich begehen, mal als Beispiel, nicht alle Leukämiekranken Selbstmord. Auch hier könnte man also in 'labile' und 'stabile' Persönlichkeiten unterteilen, denn manche sind bereit bzw. stark genug (was immer das heißen mag ;] ) auch größte körperlichste Schmerzen hinzunehmen und manche eben nicht.

Letztendlich ist Freitod nahezu immer eine Flucht, mensch ist 'nicht stark genug, das Leben zu ertragen'.

Ist es wirklich akzeptabler aus 'objektiv nachvollziehbaren Gründen' Suizid zu begehen als aus 'individuellen' ?

Und warum wird gerade Selbstmord so verurteilt ? Es gibt ja nicht nur die Entscheidung Suizid oder mit dem Leben klarkommen. Für manche ist nunmal Suizid die Lösung, für manche Yoga, für manche Heroin. Aber mal ehrlich, ist es wirklich besser, heroinsüchtig zu sein (bis man irgendwann am goldenen Schuss stirbt), als gleich Schlaftabletten zu nehmen ? Inwiefern kann solch eine 'Entscheidung', die es ja oft auch gar nicht richtig ist, da mensch da einfach irgendwie hineingerät, überhaupt 'besser' oder 'schlechter' sein ?
Und wie bewertet ma 'labil' oder 'stabil' ? Gibts da Maßstäbe ? Ist jeder Mensch, der Selbstmord begeht automatisch 'labil' ? Und jeder Mensch, egal ob er nun Yoga oder Heroin wählt 'stabil' ?

Entschuldige bitte, nun ist es doch nicht kurz und auch nicht nur eine Frage geworden. Ich möchte dir durch meinen Kommentar keinerlei Vorwürfe machen oder dich widerlegen oder dich be- bzw. verurteilen.
Während des Lesens deines Beitrags, des Darüber-Nachdenkens und des Schreibens haben sich einfach einige Fragen ergeben, in denen mich deine Sichtweise sehr interessieren würde.

"Gewinnen? Eine Diskussion ist nicht dazu da um gewonnen zu werden.

Ich höre mir gerne andere Meinungen an und ich lege auch meine Ansichten dar."
Dazu kann ich nur dito sagen. Schließlich geht es um Meinungsaustausch, nicht um streiten. ;]

Gruß, Tox